Heute ist ein guter Tag, um reine Liebe auszusenden. Liebe ist der Antrieb fĂŒr den Strom der SchöpfungstĂ€tigkeit der Quelle allen Lebens. Der Strom der Liebe fliesst unaufhörlich aus dem Herzen der Quelle in die Herzen ihrer Teilchen. Sind die Herzen der Teilchen jedoch durch den Knoten des Egos verschlossen, kann die Liebe weder ihr Ziel erreichen noch zurĂŒckfliessen. So wird der Strom unterbrochen und das Teilchen leidet.
Obwohl sich scheinbares GlĂŒck und Leid abzuwechseln scheinen, ĂŒberwiegt doch das Leid, denn der Knoten verhindert den freien Fluss und Austausch der Liebe, und dadurch verharrt das Lebewesen in der Illusion von Nichtliebe. Das Lebewesen, das nicht in der Lage oder nicht dazu bereit ist, den Knoten im Innern zu erkennen und die materielle Krankheit zu heilen, leidet, da es sich vom Fluss der spirituellen Wirklichkeit abgeschnitten hat und in die Dichte der materiellen Erfahrungen von Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit gefallen ist.
So hat das Lebewesen die Wirklichkeit der Ganzheit vergessen und will sie nicht mehr anerkennen, da es sich aus Selbstsucht auf die Seite des falschen Selbst begeben hat, das seitdem die FĂŒhrung innehat, indem es die Gedanken, GefĂŒhle, WĂŒnsche und Handlungen der von Illusion bedeckten und bedingten Seele kontrolliert. Das falsche Selbst, oder auch das falsche Ego bzw. falsche Ich will und kann keine Liebe geben, sondern strebt nur danach, Liebe bekommen.
Es will die Materie erkunden, beherrschen und um jeden Preis geniessen, und so verdrĂ€ngt es die Tatsache, dass es nur der vorĂŒbergehende materielle Ausdruck eines ewigen spirituellen Teilchens ist. Das ewige spirituelle Teilchen befindet sich auf der anderen Seite des Knotens im Bewusstsein: in der reinen Transzendenz spiritueller Energie. Das materielle Teilchen hingegen befindet sich als manifestierter Ausdruck diesseits des selbsterschaffenen Knotens, gefangen in der materiellen Energie und scheinbar getrennt von der eigenen spirituellen Ewigkeit.
Beide Energien, die jenseitige spirituelle und die diesseitige materielle gehen von der höchsten Persönlichkeit Gottes, der Quelle aller Energien, die alle Manifestationen ermöglichen, aus. Dabei bleibt die Quelle von ihren eigenen Energien im Gegensatz zu den Lebewesen unbeeinflusst. Gott existiert aus sich selbst heraus, und obwohl die spirituelle und die materielle Energie von ihm ausgehen, bleibt Er von beidem unberĂŒhrt.
Das Lebewesen jedoch, das nur ein winziges spirituelles Teilchen Gottes ist, hat die Wahl, in seiner spirituellen Ursprungsenergie zu verbleiben und individuell der Quelle der Liebe in Liebe zu dienen oder in die materielle Energie einzutauchen, um diese zu geniessen. Wenn es die materielle Energie wÀhlt, unterliegt es ihr, der Energie, die es geniessen will.
Die starke materielle Energie bricht ĂŒber das schwache spirituelle Lebewesen herein, verblendet es und verleitet es mit Hilfe des falschen Egos zu falscher Identifikation: dazu, sich mit dem zu verbinden, was unwahr ist. Und so erfĂ€hrt das Lebewesen, das, was nicht wahr ist und hĂ€lt dies fĂŒr die einzige Wirklichkeit. Die ewige Wirklichkeit wird ĂŒber diese vorĂŒbergehende schattenhafte RealitĂ€t vergessen und verdrĂ€ngt, verleugnet und verurteilt, und dann behauptet das kleine Lebewesen, dass es keinen Gott gibt, da es nichts geben kann, was grösser ist, als es selbst.
Und so hat das Lebewesen kein Problem damit, sich von Sauerstoff, Wasser, Nahrung, Geld und materiellen Dingen abhĂ€ngig zu erklĂ€ren, verweigert aber die AbhĂ€ngigkeit von Gott mit HĂ€nden und FĂŒssen. Das darf nicht sein, da ja, sobald diese AbhĂ€ngigkeit des relativen Lebewesens zum Absoluten Gott zugegeben wĂŒrde, auch zugegeben werden mĂŒsste, dass es Gott gibt und dass Gott grösser ist als der Mensch, der sich fĂŒr das Grösste hĂ€lt.
Das ist die Krönung der TĂ€uschung des falschen Selbst, das diabolisch und somit spaltend agiert. Das falsche Selbst verweigert die Tatsache, Teil der Ganzheit zu sein und verleugnet diese, denn wĂŒrde es die Ganzheit anerkennen, mĂŒsste es zugeben, selber nur ein Teilchen und nicht das Ganze zu sein. Da dieses Teilchen, das sich in seiner Identifikation mit der Illusion als Ganzes ansieht, unvollkommen ist, unterliegt es der TĂ€uschung.
Das Lebewesen wird auch hinsichtlich der TĂ€tigkeit der Liebe getĂ€uscht, denn es hĂ€lt Liebe fĂŒr etwas, dass es erhalten muss, um glĂŒcklich zu sein. Es glaubt, es könne sich Liebe verdienen oder erkaufen, erschleichen, erpressen oder einfordern, doch die Liebe hört nicht auf derartige Drohungen unwissender Menschen, die ihre Reinheit gar nicht zu schĂ€tzen wissen, selbst wenn sie ihnen begegnet, da ihr Herz verschlossen und durch den Knoten des falschen Egos von der Quelle der Liebe abgetrennt ist.
Das bedeutet: Du kannst nicht Lieben und somit auch keine Liebe aussenden, solange du dich mit dem falschen Selbst, dem Ego bzw. dem falschen Ich identifizierst. Um also reine Liebe auszusenden musst du zuerst die Selbstsucht, die Sucht nach dem falschen Selbst und seiner Befriedigung loslassen. Du musst dem Falschen entsagen, um das Richtige zu erfahren, und nur, wenn du das Richtige erfÀhrst, lÀsst du auch reine Liebe selbstlos zu.
Du kannst reine Liebe nur zulassen, wenn du den Knoten in deinem Herzen erkennst, der den Fluss der Liebe verhindert und wenn du diesen Knoten durch deine Liebe, die selbstlose Hingabe an Gott ist, entknotest. Du musst also ĂŒber deinen Schatten springen, um ins Licht zurĂŒckzukehren – den Schatten, den das diabolische falsche Selbst, das lieber geliebt wird als Liebe zu geben, ins Herz deines Bewusstseins wirft.
Ăber den eigenen Schatten zu springen scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, ist es aber nicht, wenn du verstehst, dass es nur darum geht, Gott anzuerkennen und zu lieben. Wenn du Gott liebst, wird Er den Knoten in deinem Herzen vollstĂ€ndig lösen und die Liebe wird dich von innen heraus durchfluten und erleuchten.
So kannst du sie, wĂ€hrend du dein wahres Selbst erkannt und verwirklicht hast, nach aussen senden, da jeder Ă€ussere EmpfĂ€nger ebenfalls ein inneres wahres Selbst ist, das von der gleichen Beschaffenheit ist, wie du. Der Unterschied zwischen dir und dem anderen ist nur die jeweilige individuelle Identifikation. Im Wesen und somit im Wesentlichen seid ihr jedoch gleich: individuelle Bewusstseinseinheiten – Funken reiner Liebe.
Wenn du den Fluss der Liebe, der in zwei Richtungen fliesst, wieder in Gang setzt, verÀnderst du dich und die Welt. Da es aber weder um dich, noch um die Welt geht, da ohnehin beides in stÀndiger VerÀnderung ist, sondern nur um Liebe, deren Quelle und Ziel ewige Wirklichkeit ist, liebst du nicht, um etwas zu erreichen, sondern weil du bereits etwas Ewiges bist:
ICH BIN im Fluss der Liebe, der nie versiegt.
Diese Botschaft ist an Selina und mich gerichtet. Wir nehmen sie fĂŒr uns an, richten uns danach und geben sie hiermit auch an all diejenigen weiter, die ebenfalls bereit sind, an sich zu arbeiten, um sich spirituell zu entwickeln. Spirituelle Entwicklung, das Ziel des Lebens, gipfelt in der Hingabe an Gott. Diese Hingabe setzt die Ăberwindung des falschen Egos voraus. Damit einher geht die Erkenntnis, nicht der Körper, sondern die Seele zu sein, die ein winziges Teilchen Gottes ist. Philosophische Grundlage dieser Botschaften ist das vedische Wissen von der absoluten Wahrheit Gottes wie es u.a. in der Bhagavad-gÄ«tÄ und im ĆrÄ«mad-BhÄgavatam verkĂŒndet wird.
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