
Liebe Frauen und liebe MĂ€nner,
zur Wintersonnenwende gebiert die kosmische Göttin das kleine Sonnenkind wieder. Ein magisches Geschehen, das sich in den kommenden Tagen in ihrem göttlichen SchoĂ vollzieht und das die Menschen schon lange vor dem christlichen Weihnachten gefeiert haben. Die Sonne ist das âLicht der Weltâ, wie wir jeden Morgen mit dem Sonnenaufgang von Neuem erleben dĂŒrfen. Von der Wiederkehr der Sonne hĂ€ngt alles Leben auf der Erde ab.
Auch aus dem ErdenschoĂ wird das kleine Sonnenkind wiedergeboren, so erzĂ€hlen die alten Mythen. Denn jeden Abend sinkt die Sonne hinein in den Bauch der Erde, um daraus am Morgen wieder hervorzukommen. Krippe und Stall sind alte Symbole fĂŒr den SchoĂ der Erde. Darin liegt das kleine Lichtkind mit dem Strahlenkranz um den Kopf. Deshalb gibt es so viele alpenlĂ€ndische Krippen, obwohl wir gelernt haben, dass Jesus im Orient geboren wurde. Doch das Sonnenkind wird auch hier im Alpenraum Jahr fĂŒr Jahr aus dem SchoĂ seiner göttlichen Mutter wiedergeboren, die wir heute unter der Bezeichnung âMariaâ kennen.
Die RauhnĂ€chte sind aus der europĂ€ischen Mythologie auch als âMutternĂ€chteâ bekannt. Es sind die Tage des âWochenbettesâ der kosmischen Mutter mit ihrem wiedergeborenen Sonnenkind. Es sind die Tage, in denen auf der Erde Frau Percht und Frau Holle mit den Seelchen unterwegs sind zu den jungen Frauen, die in diesem Jahr schwanger werden möchten.
FĂŒr die Menschen des alten Volkes war es nicht selbstverstĂ€ndlich, dass das Sonnenlicht Jahr fĂŒr Jahr wiederkehrt. Deshalb begleiteten sie diese so bedeutsame und wichtige Phase im Sonnenlauf mit allerlei Ritualen und magischen BrĂ€uchen. Bis am 6. JĂ€nner, dem Tag der Erscheinung der Dreifachen Göttin mit dem neugeborenen Lichtkind, endlich sicher war, dass es die Phase des Wochenbettes gut ĂŒberstanden hat und nun wieder, von Tag zu Tag, an Kraft zunehmen wird.
Mehr ĂŒber die ursprĂŒngliche Bedeutung der Wintersonnwend- und RauhnachtsbrĂ€uche erfahren und diese gemeinsam feiern, dazu lade ich Euch im Rahmen meiner kommenden Veranstaltungen ein.
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Auszug aus dem Newsletter von Renate: renate@wildmohnfrau.at