100 unsichtbare Fäden des Patriarchats. Alexandra Szeli

Das Patriarchat ist kein einzelner Mann, keine explizite Gewalt, kein direkter Befehl – es ist ein System. Ein unsichtbares Netz aus Erwartungen, Strukturen, Sprache und Manipulationen, das Frauen seit Jahrhunderten gefangen hält. Hier sind 100 Punkte, die zeigen, wie dieses Netz gewoben ist und warum es höchste Zeit ist, es zu zerreißen.

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1–10: Gesellschaftliche Erwartungen an Frauen

1 – Die Höflichkeitsfalle – Frauen sollen freundlich, verständnisvoll und entgegenkommend sein – selbst wenn sie schlecht behandelt werden.

2 – „Lächle doch mal“ – Männer verlangen von Frauen, dass sie angenehm und „hübsch“ für sie wirken.

3 – Frauen sollen immer selbstlos sein – Mütter, Töchter, Partnerinnen – alle werden in Rollen gedrängt, in denen sie sich für andere aufopfern sollen.

4 – Emotionen als Waffe gegen uns – Männer dürfen wütend sein, Frauen nicht. Sie werden dann als hysterisch oder übertrieben emotional abgetan.

5 – Die Unsichtbarkeit von Frauen in Führungsrollen – Sie sind unterrepräsentiert und müssen sich doppelt beweisen.

6 – Mädchen sollen brav sein, Jungen dürfen wild sein – Die Erziehung unterscheidet sich von Geburt an.

7 – Das Narrativ der „guten Ehefrau“ – Frauen wird suggeriert, dass sie ihre Ehe retten müssen, selbst wenn der Mann respektlos oder gewalttätig ist.

8 – Frauen wird beigebracht, ihre eigenen Bedürfnisse zurückzustellen – Männer lernen, für sich einzustehen.

9 – Frauen müssen sich „verkaufen“ können – Sie sollen immer sympathisch wirken, Männer können einfach kompetent sein.

10 – Die Angst, als „Zicke“ zu gelten – Eine Frau, die für sich einsteht, wird als schwierig abgestempelt.

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11–20: Körper, Schönheit und Kontrolle über Weiblichkeit

11 – Das Schönheitsdiktat – Frauen werden bewertet, Männer nicht.

12 – Graue Haare? Nein, danke! – Männer mit grauen Haaren sind „weise“, Frauen „ungepflegt“.

13 – Körperbehaarung ist tabu – Männer dürfen Haare haben, Frauen sollen sich enthaaren.

14 – Diäten als Lebensziel – Frauen wird ständig suggeriert, dass sie dünner sein müssten.

15 – Die „perfekte“ Frau ist unerreichbar – Jung, faltenfrei, kurvig, aber schlank, stark, aber nicht zu stark.

16 – Männer altern – Frauen „verfallen“ – In Medien und Werbung gibt es kaum Frauen über 50.

17 – Das toxische Fitness-Ideal – Frauen sollen sich optimieren, aber nicht zu muskulös werden.

18 – Sexualisierung in der Werbung – Frauenkörper werden als Verkaufsstrategie genutzt.

19 – Unrealistische Schönheitsstandards – Photoshop, Filter und OPs verzerren die Wahrnehmung.

20 – Brüste sind ein Tabu – aber nur bei Frauen – Männer dürfen oben ohne sein, Frauen nicht.

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21–30: Wirtschaftliche Abhängigkeit und finanzielle Ungleichheit

21 – Der Gender Pay Gap – Frauen verdienen weltweit weniger als Männer.

22 – Unbezahlte Care-Arbeit – Haushalt, Kinder, Pflege – meist von Frauen übernommen.

23 – Die Rentenlücke – Frauen haben im Alter weniger Geld, weil sie in schlechter bezahlten Jobs arbeiten oder mehr unbezahlte Arbeit leisten.

24 – Frauen zahlen mehr für dieselben Produkte – „Pink Tax“ auf Rasierer, Kleidung, Parfums.

25 – Männer investieren mehr – Frauen wird beigebracht, zu sparen – Finanzwissen wird Frauen vorenthalten.

26 – Alleinerziehende Mütter sind am stärksten von Armut betroffen – Das System hilft ihnen nicht.

27 – Gründerinnen erhalten weniger Risikokapital – Männer bekommen schneller Investitionen für ihre Unternehmen.

28 – Verhandlungen sind schwieriger – Frauen, die mehr Gehalt fordern, werden als „gierig“ abgestempelt.

29 – Steuerliche Benachteiligung in Ehen – Ehegattensplitting hält Frauen in Abhängigkeit.

30 – Finanzielle Bildung für Frauen ist unterentwickelt – Männer lernen früh, Geld zu machen, Frauen nicht.

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Weiterlesen im Originalbeitrag: https://www.taste-of-power.de/100-unsichtbare-faeden-des-patriarchats/